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Finde die perfekte Schwimmhilfe für Dein Kind

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Der Sommer lockt mit hohen Temperaturen zu einer Abkühlung im Badesee oder Freibad. Kinder lieben das Spiel im Wasser, plantschen oder rutschen gern.

Für einen sicheren Besuch im nächsten Freibad darf jedoch die richtige Schwimmhilfe nicht vergessen werden.

Die meisten Kleinkinder können noch nicht schwimmen und halten sich selbst kaum über Wasser. Die Folge sind schlimme Badeunfälle, bei denen Kinder bereits in einem unachtsamen Moment ertrinken können.

Schwimmflügel bieten eine passende Ausrüstung für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen und Größen. Verschiedenen Modelle, Gewichtsklassen und Design erleichtern die Auswahl jedoch kaum.

Unser Kaufratgeber soll dich bei der Entscheidung für die richtigen Schwimmflügel unterstützen und bietet dir einen Überblick über die verschiedenen Qualitätsmerkmale und Modelle.

 

Wie funktionieren Schwimmflügel?

Schwimmflügel sind zu einer wichtigen Schwimmhilfe für Kleinkinder geworden. Die ersten Modelle gehen auf das Jahr 1931 zurück und kamen in Los Angeles zum Einsatz. Hier wurden sie als Side-Wings oder Water-Wings bezeichnet und waren mit einer Luftkammer ausgestattet.

Als Material entschied man sich für Gummi. Die klassischen Schwimmflügel haben sich schnell verbreitet und deutlich verbessert.

Auch in Deutschland gab es erste Erfindungen im Bereich der Schwimmhilfen. Heute bestehen Schwimmflügel meist aus einer leichten Hülle, die sich in zwei Luftkammern aufteilt. Über kleine Ventile werden die Kammern mit Luft befüllt und verschaffen dem Kind Auftrieb im Wasser. So bleibt der Kopf über Wasser was natürlich die Gefahr des Ertrinkens vermindert.

Die Ventile selbst sind mit Rückschlagklappen ausgestattet. Sie verhindern das schnelle Austreten von Luft und steigern somit die Sicherheit der Schwimmflügel. An beiden Armen angebracht können sich die Kinder frei im Wasser bewegen und die ersten Schwimmübungen selbst vornehmen.

Die meisten Modelle sind in hellen und leuchtenden Farben gestaltet, für noch mehr Auffälligkeit und Sicherheit. Doch auch andere Designs, Farben und Formen sind mittlerweile auf dem Markt zu finden.

 

Für wen sind Schwimmflügel geeignet?

Gerade Kinder unter drei Jahren haben keinen Orientierungssinn unter Wasser!

Tauchen sie einmal mit dem Kopf ab, finden sie selbst in flachen Bereichen kaum allein an die Oberfläche zurück.

Schwimmflügel bieten eine gute Unterstützung beim Schwimmenlernen und schränken die Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit kaum ein. Sowohl im Nichtschwimmerbereich als auch im tiefen Wasser sorgen sie für hohe Sicherheit und Spaß. Die Kinder gewinnen schneller das Vertrauen im Wasser und bekommen ein Gefühl für die sichere Bewegung.

Doch Vorsicht: Es handelt sich lediglich um ein Hilfsmittel zum Schwimmen und Baden. Das Kind muss stets im Sichtbereich bleiben und unter Beobachtung stehen.

Schwimmflügel werden vor allem von Kleinkindern benutzt. Allerdings gibt es auch viele ältere Kinder und Jugendliche, die gar nicht oder nur schlecht schwimmen können. Auch für sie sind die Schwimmhilfen ein Weg doch noch das Schwimmen zu lernen.

Mit Schwimmflügeln schwindet die Angst vor dem Wasser und das Selbstvertrauen steigt. So wird das Interesse am Schwimmen gefördert. Kinder trauen sich deutlich mehr zu und erlernen das Schwimmen meist schneller.

 

Vorteile der Schwimmflügel

  • Mehr Sicherheit im Wasser
  • Hohe Bewegungsfreiheit
  • Einfach anzulegen
  • Flexibel und leicht zu transportieren
  • Verschiedene Designs
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Auf Gewicht und Größe abgestimmt

 

Tipps zur Anwendung

Schwimmflügel werden vor der ersten Anwendung auseinander gefaltet und mit Luft befüllt. In der Regel benötigst Du hier keine zusätzliche Luftpumpe und kannst die Schwimmflügel problemlos mit dem Mund aufpusten.

Dafür drückst Du das Ventil leicht zusammen, sodass sich die Rückschlagklappe öffnet. In wenigen Atemzügen ist die Kammer voller Luft und das Ventil muss geschlossen werden.

Bei den meisten Modellen kannst Du das Ventil leicht in die Oberfläche der Kammer eindrücken. Somit stört es nicht beim Schwimmen oder wird ungewollt geöffnet.

Wichtig: Nur mit prall gefüllten Luftkammern, halten die Schwimmflügel das angegebene Gewicht der Kinder aus.

Beim Anlegen an die Arme ziehst Du beide Kammern etwas beiseite. Mit nassen Armen und Schwimmflügeln klappt das Anlegen deutlich besser. Die Schwimmhilfen müssen für eine optimale Funktion fest am Oberarm sitzen.

Beim Ablegen öffnest Du am besten eine Luftkammer, sodass sich der Druck auf den Oberarm verringert. Dein Kind zieht den Arm nun problemlos wieder heraus.

Achtung: Bei Schwimmflügeln sollte generell zwischen Schwimmhilfe oder Spielzeug unterschieden werden. Einfache Modelle sind lediglich als Spielzeug konstruiert und bieten nicht die volle Sicherheit im Wasser. Hier gilt es, die Sicherheitsaspekte und Qualitätsmerkmale beim Kauf zu berücksichtigen.

 

Sicherheitsaspekte beim Kauf von Schwimmflügeln

Die Auswahl der Schwimmflügel richtet sich zunächst nach den verschiedenen Sicherheitsaspekten. Dazu gehören die GS- und TÜV-Prüfzeichen auf den einzelnen Produkten. Getestet werden die Außenhüllen der Schwimmflügel sowie die Ventile, Schweißnähte und ihre Belastbarkeit.

Nur mit einem Prüfzeichen nach EN 13138-1:2008 sind die Modelle auch als Schwimmhilfe freigegeben und gelten nicht nur als Wasserspielzeug.

Sie dienen dann als persönliche Schutzausrüstung für die Kinder und weisen wichtige Qualitätsmerkmale auf. So besitzen die Schwimmflügel abgerundete Ecken für einen besseren Tragekomfort. Die Leiste zwischen den beiden Luftkammern ist meist recht flach geformt. Sie verhindert das Abrutschen der Schwimmflügel im Wasser.

Die Materialien sollten hochwertig verarbeitet und resistent bei direkter Sonneneinstrahlung sein. Gute Schwimmflügel aus Kunststoff oder Gummi halten deutlich länger und die Materialien verlieren nicht an Qualität.

Daneben ist beim Kauf die richtige Größe zu berücksichtigen. Viele Hersteller teilen die Schwimmflügel in genaue Gewichtsklassen ein. Darauf angepasst ist die Größe der Luftkammern, sowie der feste Sitz an den Armen. Schwimmflügel dürfen nicht zu groß gekauft werden, da sie sonst bei der Benutzung von den Oberarmen rutschen können. Zu kleine Schwimmflügel halten wiederum das hohe Körpergewicht nicht über Wasser.

Eine gute Qualität erkennst Du am Geruch und der Beschaffenheit. Kunststoffmodelle dürfen nicht zu stark riechen und keine scharfen Kanten besitzen. Auch extrem dünne Materialien deuten auf eine schlechte Verarbeitung hin.

Ab wann können Kinder Schwimmflügel tragen?

Schwimmflügel können schon beim ersten Schwimmen getragen werden. Beim Babyschwimmen geht mal noch häufig ohne Schwimmflügel ins Wasser. Allerdings lernen die kleinen dort die Schwimmflügel kennen.

Geht man später wieder zum Wasser sollten die Schwimmflügel immer angezogen werden. Grade wenn der Nachwuchs Laufen gelernt hat, reicht schon ein Moment der Unachtsamkeit. Auch wenn die Schwimmflügel keinesfalls dazu genutzt werden dürfen, Kleinkinder alleine im Wasser zu lassen, können sie dir in der Nähe des Wassers ein deutlich besseres Gefühl geben.

Dazu kommt, dass man die ganz Kleinen besonders gut an die Schwimmhilfen gewöhnen kann. Du wirst es dir später danken, wenn dein Kind die Flügel ohne Murren anzieht, während du das Gequengel ein paar Meter weiter hörst 🙂

Kinderschwimmflügel nach Alter

Schwimmflügel Gewicht Alter
Größe 00 Bis 11 kg Bis 1 Jahr
Größe 0 11 – 30 kg 1 – 6 Jahre
Größe 1 30 – 60 kg 6 – 12 Jahre

 

Welche Materialien sind geeignet?

  • Kunststoff und Gummi:

Schwimmflügel aus Kunststoff oder Gummi sind günstig in der Herstellung und damit besonders preiswert. Meist zeigen die Modelle leuchtende Farben für mehr Sicherheit. Doch auch andere Formen und Designs sind bei diesem Material kein Problem. Der einzige Nachteil: Kunststoff wirkt anfangs recht kühl auf der Haut und lässt sich trocken nur sehr schwer anlegen. Außerdem können Hautreizungen und Rötungen beim Tragen der Schwimmflügel auftreten. Beim Kauf sollte deshalb auf hochwertigen Kunststoff geachtet werden. Er ist resistent in der Sonne und zeigt abgerundete und weiche Kanten für hohen Tragekomfort. Hersteller Bema hat bereits PVC-freie Schwimmhilfen entwickelt, die als besonders hautsympathisch und lebensmittelecht gelten.

 

  • Neopren:

Neopren ist deutlich beliebter bei den Kindern und bietet einen besseren Tragekomfort. Das Material scheuert kaum auf der Haut, ist warm und lässt sich einfach anziehen. Dafür sind die Modelle mit einem Klettverschluss versehen und müssen erst am Arm aufgeblasen werden. Selbst bei starken Bewegungen verrutschen sie nicht im Wasser und hinterlassen keine Tragespuren auf der Haut. Im Vergleich zu Kunststoff oder Gummi gilt Neopren als Material deutlich widerstandsfähiger. Allerdings lassen sich die Sicherheitsventile schwerer versenken.

 

Die bekanntesten Hersteller für Schwimmflügel

Zu den bekanntesten Herstellern für Schwimmflügel zählt BEMA. Das Unternehmen bietet die Schwimmhilfen für alle unterschiedlichen Altersgruppen und Gewichtsklassen an und hat verschiedene Materialien im Sortiment. Markenzeichen der Schwimmflügel ist die Farbe Neon-Orange mit blauen Applikationen. Das Qualitätssiegel ist direkt auf den Schwimmhilfen sichtbar.

Eine Alternative dazu bietet die Firma Chereks mit den Kraulquappen an. Das Armloch ist bei dieser Variante zentral platziert und der Ring formt sich um den Oberarm herum. Damit besitzen die Modelle eine gute Hebelwirkung und selbst Babys halten ihren Kopf problemlos über Wasser. Eine innenliegende Schaumstofffüllung dient der doppelten Sicherheit. Zudem lassen sich die Kraulquappen einfach zusammenpressen und platzsparend transportieren oder verstauen.

 

Designs und Motive der Schwimmflügel

Schwimmflügel gibt es in unterschiedlichen Motiven und Design. Während die Modelle in Neonfarben und mit blauer Aufschrift nicht immer die Kinder ansprechen, überzeugen Comicfiguren auf den Schwimmflügeln oder Produkte in anderen Formen.

Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht alle Schwimmflügel als Schwimmhilfe gelten und selbst bei der Auswahl der Motive auf die passenden Güte- und Prüfsiegel geachtet werden muss. Kinder sind von ihren Lieblingstieren oder Comichelden auf den Schwimmflügeln begeistert. Ob „Sendung mit der Maus“ oder „Winnie Pooh“ – bei den Aufdrucken sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

Ebenso spaßig erscheinen Schwimmflügel in Form einer Ente oder eines Froschs. Neben den beiden Luftkammern ist meist noch ein Tiergesicht mit aufzupusten. Der Nachteil: Die Modelle zeigen oft Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit und sind lediglich als Wasserspielzeug eingestuft. ein hochwertiger Schutz für die ersten Schwimmversuche ist hier nicht gegeben.

Alternativen für Schwimmflügel – Schwimmscheiben, Westen und Co.

Schwimmhilfen müssen sicher und genau auf das Gewicht der Kinder zugeschnitten sein. Schwimmflügel sind eine beliebte Variante und gern auch in Kombination mit anderen Produkten verwendet. Diese werden grade im Urlaub häufig direkt in Strandnähe gekauft. Dabei sollten Sie Vorsicht walten lassen. Ein TÜV Test, bei dem an Strandbuden oder in Souvenirgeschäften 50 aufblasbare Schwimmtiere, Wasserspielzeug, Luftmatratzen und Schwimmsitze für Babys eingekauft und anschließend im Labor getestet wurden, ergab ein desaströses Ergebnis. 20 von 50 Badeartikeln dürften in der EU auf keinen Fall verkauft werden. Sie erfüllen die grundlegenden Sicherheitsanforderungen nicht. Damit Sie Bescheid wissen, was sicher ist ist es hilfreich die EN-Klassifizierung zu kennen, die drei verschiedene Gruppen von Schwimmlernhilfen beschreiben:

  • Klasse A:

Diese Schwimmklasse eignet sich für passive Nutzer, die nicht schwimmen können. Gemeint sich hiermit Babys bis zu einem Alter von 36 Monaten. Schwimmsitze zählen zu dieser Klasse, wobei es gefährliche Unterschiede gibt. Viele Schwimmsitze nehmen die Form von Autos oder Booten an und besitzen keine EN-Zulassung. Seit den 90er Jahren sind derartige Produkte in Europa verboten, werden dennoch in Strandnähe immer wieder verkauft. Nur Schwimmhilfen mit EN-Kennzeichnung bieten einen gewissen Grad an Sicherheit.

  • Klasse B:

Schwimmflügel sind der Klasse B zuzuordnen. Sie reihen sich hier mit Schwimmgürteln oder Kraulquappen ein. Als besonderes Merkmal ist zu nennen, dass die Produkte stets am Körper getragen werden. Somit verschaffen sie den Kindern den nötigen Auftrieb. Meist sind die mit Luft gefüllt oder bestehen aus Schaumstoff. Babys dürfen diese Schwimmhilfen noch nicht verwenden. Sie eigenen sich erst für Kinder, die das Schwimmen lernen wollen und aktiv mit eingreifen. Allerdings muss die Schwimmhilfe immer auf die Gewichtsklasse der Kinder angepasst sein.

  • Klasse C:

Die Klasse C bezieht sich auf Schwimmbretter oder Schwimmhanteln. Sie eignen sich für aktive Nutzer, die bereits erste Schwimmbewegungen beherrschen. Die Produkte werden nicht direkt am Körper getragen, sodass sich die Kinder stets daran festhalten müssen. Häufig kommen derartige Hilfen in einem Schwimmkurs zum Einsatz. Poolnudeln, Luftmatratzen und ähnliche Modelle zählen lediglich als Wasserspielzeug und werden nicht zu dieser Klasse zugeordnet.

Schwimmsitze für Babys – können lebensgefährlich sein

Schwimmsitze für Babys und sehr kleine Kinder können sehr gefährlich sein. Es handelt sich um einen aufblasbaren Sitz mit mehreren Luftkammern, bei dem die Beine durch zwei Öffnungen bis ins Wasser gesteckt werden. Das Problem: Kippt der Sitz um, können sich die Kinder nicht mehr alleine befreien. Sichere Kinderschwimmsitze sind nicht wie buntes Wasserspielzeug gestaltet. Sie folgen den Anforderungen der EN 13138-1 beziehungsweise 13138-3 Reihe und sind auf der Verpackung entsprechend gekennzeichnet. Bei allen anderen Modellen sitzen die Kinder meist zu hoch und kippen dadurch leichter um. Zusammenfassen ist zu den Schwimmsitzen zu sagen:

  • kaum geprüfte Modelle vorhanden
  • kippen schnell um
  • können lebensgefährlich sein

 

Schwimmgürtel zum sicheren Schwimmenlernen

Schwimmgürtel dienen dem Schwimmlernen und garantieren die Armfreiheit bei Kindern. Somit können sie die Schwimmbewegungen korrekt trainieren und werden durch den Gürtel an der Wasseroberfläche gehalten. Die Schwimmgürtel bestehen aus einzelnen Schaumstoffblöcken, die an einem Gürtel befestigt sind. Die Blöcke lassen sich je nach Modell einzeln verschieben oder gar entfernen. Die Modelle schaffen einen gleichmäßigen Auftrieb und sind meist bis maximal 30 kg ausgelegt. Somit eignen sie sich für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Am besten zeigen sich Produkte mit einem stufenlos verstellbaren Riemen. Allerdings sollten nur zertifizierte Modelle zum Einsatz kommen und die Schwimmgürtel nur unter lückenloser Aufsicht verwendet werden. Einziges Problem: Der Schwerpunkt des Kindes verlagert sich leicht nach oben, sodass es schneller nach vorn umkippt. In Verbindung mit Schwimmflügeln ist die Verschiebung des Schwerpunktes jedoch ausgeglichen und bietet eine deutlich sichere Variante. Schwimmgürtel sind also:

  • aus Schaumstoffblöcken gefertigt
  • stufenlos verstellbar
  • für Kinder zwischen 3 – 6 geeignet
  • bieten Arm- und Beinfreiheit
  • verlagern den Schwerpunkt

Schwimmscheiben – Alternative zu Schwimmflügeln

Schwimmscheiben unterstützen die Kinder beim Schwimmenlernen. Die Modelle sind seit vielen Jahren im Einsatz und haben sich im Schwimmunterricht bewährt. Der Armdurchlass ist flexibel angelegt und konzentrisch. Damit ergibt sich eine optimale Arm- und Bewegungsfreiheit. Außerdem bestehen die Schwimmscheiben aus weichem und hautfreundlichen Polyurethanschaumstoff. Durch Noppen und Vertiefungen lassen sich die einzelnen Scheiben funktionsgerecht aufeinanderstecken. Somit passt Du die Modelle jeweils an das Gewicht und die Größe des Kindes an. Schwimmscheiben reichen bis zu einem Gewicht von 60 kg aus. Dabei nutzen Anfänger drei Scheiben, während geübte Schwimmer nur noch eine Scheibe für mehr Stabilität benötigen. Großer Vorteil: Im Gegensatz zu den Schwimmflügeln kann hier keine Luft verloren gehen. Die Schwimmscheiben bieten deshalb höchste Sicherheit und stets den optimalen Auftrieb. Außerdem sind sie sofort einsatzbereit und müssen nicht aufgeblasen werden. Dafür sind sie etwas komplizierter zu verstauen. Das Gewicht ist sehr leicht und der Schaumstoff trocknet besonders schnell. Beim Kauf solltest Du auf hochwertigen Schaumstoff achten, der keine gefährlichen Weichmacher oder Phthalate enthält. Eine entsprechende Zertifizierung als Schwimmhilfe ist hier jedoch nicht gegeben. Schwimmscheiben sind demnach:

  • besonders sicher
  • trotz Beschädigung funktionstüchtig
  • gleichbleibend im Auftrieb
  • sofort einsatzbereit
  • jedoch nicht zertifiziert

 

Kraulquappen – Schwimmhilfe für Anfänger

Kraulquappen kommen den Schwimmflügeln sehr ähnlich und werden ebenso an den Oberarmen getragen. Sie sind rund gestaltet und besitzen das Loch für die Arme im Zentrum der Konstruktion. Ihr Durchmesser beträgt etwa 20 Zentimeter, sodass sie einen sehr hohen Auftrieb für Kinder gewähren. Selbst Säuglinge oder behinderte Kinder können nach diesem Prinzip mühelos den Kopf über Wasser halten. Im Inneren befindet sich eine Schaumstofffüllung für doppelte Sicherheit. Außerdem lassen sich die Kraulquappen nach dem Schwimmen mühelos zusammenpressen und nehmen wenig Platz ein. Für das bessere Anpassen an den Körper gibt es auch hier unterschiedliche Größen. Kraulquappen sind zusammengefasst:

  • mit Schaumstoff und Luft gefüllt
  • für Babys geeignet
  • nicht zertifiziert
  • bieten guten Auftrieb

 

Schwimmwesten – nicht nur auf hoher See

Selbst bei erfahrenen Schwimmern darf die Schwimmweste im Wassersport nicht fehlen. Hier gibt es unterschiedliche Modelle, die schon für die ersten Schwimmübungen geeignet sind. Die Schwimmweste schränkt die Bewegungen der Kinder nicht ein. Außerdem lässt sie sich an die Schwimmfortschritte anpassen. Dafür sind die Schaumstoff-Klötze einzeln in die Weste eingearbeitet und entnehmbar. Großer Vorteil hierbei: Durch den Reißverschluss an der Front und die Verarbeitung an den Schultern sitzt die Schwimmweste deutlich bequemer und sicherer, als beispielsweise ein Schwimmgürtel. Der Rückenbereich sollte in einer gut sichtbaren Farbe gefertigt sein. Außerdem musst Du beim Reißverschluss auf eine Klettsicherung achten. So öffnet sich der Reißverschluss nicht aus Versehen. Die meisten Schwimmwesten sind aus Neopren gefertigt und bieten ein angenehm weiches und hautfreundliches Gefühl. Selbst beim Spielen am Strand können die Westen getragen werden. Die Größe orientiert sich nach dem Brustumfang und dem Gewicht der Kinder. Schwimmwesten sind:

  • an den Schwimmfortschritt anzupassen
  • angenehm zu tragen
  • sicherer als ein Schwimmgürtel
  • am Oberkörper anliegend
  • meist aus Neopren gefertigt

Schwimmbretter für fortgeschrittene Schwimmer

Im Gegensatz zu vielen anderen Schwimmartikeln kann das Schwimmbrett als zertifizierte Schwimmhilfe bezeichnet werden. Es gehört der Klasse 3 an und ist nur für Kinder geeignet, die bereits erste Schwimmversuche erfolgreich absolviert haben. Die Kinder können sich mit den Händen am Schwimmbrett festhalten oder es zwischen die Oberschenkel klemmen. Durch den Auftrieb trainieren sie die Haltung oder auch Bewegungen. Meist sind die Schwimmbretter eckig geformt und relativ flach. Sie können aus Kork, Holz oder Schaumstoff bestehen und sind in mehreren Lagen gefertigt. Je nach Ausführung sind zwei Grifflöcher auf dem Schwimmbrett vorgesehen. Damit bekommen die Kinder einen deutlich besseren Halt. Ein Gewicht von etwa 100 Gramm macht das Brett besonders leicht. Schwimmbretter sind daher:

  • Klasse 3 zertifizier
  • für Fortgeschrittene Geeignet
  • aus Schaumstoff gefertigt
  • besonders leicht
  • für optimales Training einsetzbar

 

Schwimmringe – Wasserspielzeug für Kinder

Schwimmringe sind eine gute Auftriebshilfe für Kinder. Die einfachen Modelle bestehen aus einer Luftkammer und einem Ventil mit Rückschlagklappe. Als buntes Wasserspielzeug zeigen die Schwimmringe meist die beliebten Comicfiguren oder sind in Form einer Ente oder anderen Tieren gestaltet. Für kleinere Kinder und Babys sind die Schwimmringe jedoch nicht geeignet. Viel zu schnell verlagert sich der Schwerpunkt und die Kleinen kippen nach vorn. Ohne fremde Hilfe können sie sich kaum wieder aufrichten. Hier gibt es Schwimmringe mit einem Sicherheitsgurt im Inneren. Ein Schnellverschluss am Rücken macht den Schwimmring stufenlos einstellbar. Somit passen sich die Modelle auch den Bedürfnissen und der Bewegungsfreiheit von Babys und Kindern an. Als klassifizierte Schwimmhilfe gilt jedoch keins der Modelle. Schwimmringe sind mehr als Spielzeug für den Strand und Spaß im Wasser zu sehen. Selbst schwimmende und erfahrene Kinder haben noch Spaß an den Schwimmringen, jedoch nur unter Aufsicht. Schwimmringe sind also:

  • in verschiedenen Designs erhältlich
  • mit einer Luftkammer versehen
  • für guten Auftrieb geeignet
  • als Spielzeug eingestuft

 

Luftmatratzen – Spielzeug für Groß und Klein

Luftmatratzen bestehen aus starkem Kunststoff und sind je nach Größe etwa 1,80 Meter lang. Selbst Erwachsene nehmen ohne Probleme liegend auf der Luftmatratze Platz. Bestenfalls bestehen die Modelle aus zwei getrennten Kammern. Oftmals ist das Kopfteil etwa abgetrennt oder es gibt ein aufblasbares Kissen für noch mehr Komfort dazu. Als Wasserspielzeug geeignet bietet die Luftmatratze ein sehr buntes und ansprechendes Design. Sie kann für die nächste Ruhepause oder ebenso als spielerische Schwimmhilfe im Wasser eingesetzt werden. Dennoch können Luftmatratzen leicht auf einen See oder das Meer hinaustreiben, da besonders viel Angriffsfläche besteht. Hier ist demnach Vorsicht geboten. Beim Kauf solltest Du auf die Beschaffenheit des Kunststoffs achten. So muss die Luftmatratze nicht nur robust, sondern auch frei von Schadstoffen sein. Nur hochwertige Modelle tragen hier die entsprechenden Gütesiegel. Daneben gibt es auch mit Baumwolle überzogene Modelle. Sie trocknen deutlich langsamer, bieten jedoch ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Luftmatratzen sind demnach:

  • nur ein Wasserspielzeug
  • besonders groß
  • frei von Schadstoffen
  • in mehrere Kammern unterteilt

 

Poolnudeln – die bunten Schaumstoff-Stangen

Die Poolnudel ist auch als Schwimmnudel oder Wassernudel bekannt. Sie dient weniger als Schwimmhilfe, sondern vielmehr als Fitnessgerät im Wassersport. Sowohl Kinder als auch Erwachsene finden Gefallen an den bunten Stangen. Die Poolnudel hat etwa eine Länge von 160 cm und einen Durchmesser von 7 cm. Es gibt viele unterschiedliche Farben oder Verbindungselemente, um mehrere Poolnudeln zu kombinieren. Durch den offenzelligen PU-Schaum dringt kein Wasser in die Nudel ein. Gleichzeitig trocknen die Modelle sehr schnell wieder ab. Kleinere Kinder sind noch sehr unbeholfen im Umgang mit den Poolnudeln. Sie sollten deshalb nur bei Kindern mit Schwimmerfahrungen zum Einsatz kommen. Poolnudeln sind dennoch:

  • ein flexibles Fitnessgerät
  • in verschiedenen Farben erhältlich
  • nicht als Schwimmhilfe geeignet
  • über Verbindungsstücke kombinierbar

Die Geschichte der Schwimmflügel

Weltweit weiß eigentlich jeder, was Schwimmflügel sind. Was allerdings nur wenige wissen ist, dass Schwimmflügel in Deutschland erfunden wurden. Allein das deutsche Wort Schwimmflügel hat sich in anderen Sprachen so etablieren können, wie „Kindergarten“ oder „Autobahn“. Dabei geht die so nützliche Erfindung auf einen nahezu tragischen Vorfall zurück. Die dreijährige Tochter von Erfinder Bernhard Markwitz fällt 1956 in den heimischen Goldfischteich. Dies geschah, als sie versuchte, Wasser mit ihrer Gießkanne zu holen. Durch Zufall entdecken die Eltern ihr Kind und können es gerade rechtzeitig noch retten. Bernhard Markwitz ist derart schockiert, dass er beschließt, etwas zu tun. Er nutzt den Vorfall als Anlass, den Menschen das Schwimmenlernen zu erleichtern. Er selbst ist begeisterter Schwimmer und im Alter von 17 Jahren bereits ausgebildeter Rettungsschwimmer. Neue Schwimmhilfen mussten also her.

Die Idee und Finanzierung zur Schwimmhilfe

Markwitz erfand nicht die erste Schwimmhilfe überhaupt, entwickelte jedoch die Schwimmflügel in ihrer bisher bekannt Form. Die bereits verfügbaren Schwimmhilfen waren aus Kork gefertigt und wurden um den Bauch gebunden.

Das Problem: ein zu geringer Auftrieb und ein nach vorn kippender Oberkörper.

Markwitz erfand also ein System, bei dem die Nichtschwimmer ihren Kopf und den Oberkörper leichter über Wasser halten konnten. Seine Schwimmflügel waren für die Arme vorgesehen und bestanden zu Beginn aus Schläuchen von Kinderrollern. Die Tragfähigkeit war jedoch zu gering und Markwitz begab sich auf die Suche nach neuen Materialien.

Der Kunststoff PVC war damals noch recht neu, eignet sich jedoch genau für diesen Zweck. Sein Ziel war es, einen angenehmen Tragekomfort zu schaffen und Sicherheit über die Ventilstöpsel zu bieten. Eine weiterentwickelte Form besteht den Test in der heimischen Badewanne. Fehlte nur noch die finanzielle Grundlage. Um die Schwimmflügel zu patentieren und in größeren Mengen zu verkaufen, setzt Markwitz alles auf einen Lottoschein. Der Gewinn: 253.000 DM.

Die Firma BEMA entsteht

Mit seinem Produkt gründete Markwitz die Firma BEMA und führt 1964 die Schwimmflügel offiziell im Schwimmbad Ohlsdorf in Hamburg vor. Die Zuschauer sind zunächst skeptisch und belächeln das Produkt.

Mit viel Werbung und den Glauben an seine Erfindung hat Markwitz jedoch Erfolg. Er trägt stets die Schwimmflügel bei sich, um sie präsentieren zu können. Während der Familienurlaube demonstriert er die Schwimmflügel regelmäßig an Pool und Strand und bleibt stets hartnäckig. Selbst Erwachsene halten sich mit dieser Hilfe problemlos über Wasser.

Von Hamburg aus gestartet treten die BEMA Schwimmflügel ihren Weg um die ganze Welt an. Sie heben sich bis heute durch die ständige Weiterentwicklung und den hohen Sicherheits- und Qualitätsansprüchen von vielen Plagiaten ab.


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